DPM Modulbau
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Ich baue gerade selber mein erstes Modell aus DPM-Modulen und berichte hier über meine Erfahrungen. DPM ist in Deutschland kaum zu bekommen, in einem Laden habe ich Module oder Bausätze noch nie gesehen. Aber zum Glück gibts ja das Internet. Ich habe meine Teile bei internettrains.com in den USA bestellt. Dort sind sie auch recht günstig und da der Eurokurs im Moment (Mai 2003: 1,18) recht gut steht, wird nochmal 10% günstiger.

Insgesamt gibt es von DPM die folgenden Teile. Hauptsächlich sind sie für Industriebauten geeignet, ich bin gespannt wie mein Hochhaus ausschauen wird.

Im Prinzip schaut das recht einfach aus. Nach den Erfahrungen, die ich mit den anderen Modellen eines amerikanischen Herstellers (Bachmann Spectrum Cityline) gemacht habe, bin ich schon gespannt, wie passgenau DPM ist.
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Hier nochmal das Styropormodell, was man im realen Leben wohl aus Baumassenstudie bezeichnen würde. Inspiriert wurde es von dem in Frankfurt geplanten Turm 185 und vom Bürohochhaus am Potsdamer Platz in Berlin. Allerdings wird das umgesetzte Modell in ein paar Details von diesem Modell abweichen. Wie man unten schon sehen kann, bekommt es noch ein neues Erdgeschoss mit großen Schaufenstern, evtl. baue ich hier ein Kaufhaus ein. Ich werde in meiner Restekiste Ausschau nach passenden Elementen halten.
Ich habe erstmal das Päckchen aufgemacht und aus-geschüttet. Noch kann man sich kaum vorstellen, wie aus diesen mehr als 200 Teilen mal ein Einziges werden soll. Gut daß Internettrains mir ein Paket von den Wandelementen zuviel in mein Paket gelegt, so habe ich noch Reserve für einige Experimente bezüglich der Farbgebung.
Styropormodell des DPM-Towers
Erstmal habe ich die Teile aus ihren Plastikbeuteln befreit. In jedem der Beutel war eine eigene Bauanleitung, nein, eher eine allgemeine Anleitung, wie man Plastikteile aneinander klebt ;-) Aber ich will mich nicht beschweren, schließlich habe ich kein Fertigmodell gekauft, sondern nur Modulteile.

Wer übrigens selber ein Modell aus DPM-Teilen plant, hier der Tipp: Es gibt auf deren Website www.dpmkits.com Vorlagen der Elemente zum Ausdrucken.

Um zu sehen ob überhaupt alle Teile vorhanden sind, habe ich die 4 Wandelemente erstmal auf dem Boden ausgebreitet. Wie man sehen kann, ist alles da. Und jetzt habe ich es auch offiziell, das Modell wird eine Höhe von 63 cm haben und damit immerhin das fünfthöchste Modell in meiner H0-Großstadtanlage werden. Hier sieht man auch im Gegensatz zum ersten Modell die großen Schaufensterelemente im Erdgeschoss. Und da es im Moment auch noch aussieht wie eine hohe Version der Hamburger Speicherstadt, wird es wahrscheinlich einen beigen Anstrich mit blau-grauen Fensterelementen bekommen. Ich werde da die nächsten Tage mit verschiedenen Versionen experimentieren.
Wie auf dem linken Bild zu erkennen ist, haben die einzelnen Elemente noch Plastikgrate überstehen. Da diese recht breit sind, habe ich sie nicht mit Zange oder Messer abgetrennt, sondern einfach mit dem Daumen abgebrochen. Man erhält eine fast gerade Bruchkante. Die arbeitet man nochmal mit dem Bastelmesser nach.
Rechts sind die Elemente, die in der Vorder- und Rückseite verbaut sind. Die linke und rechte Kante ist schmaler als der mittlere Teil. Das wird noch wichtig, wenn die 4 Wände zusammengesetzt werden. Die Teile werden mit etwas Plastikkleber zusammengefügt. Um eine gerade Ober- und Unterkante zu erhalten, sollte man die Stücke an einer gerade Fläche ausrichten. Wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich einfach einen Zollstück genommen. Das gleiche gilt beim Zusammenbau der beiden Seitenwände, hier hat man dann 3 Wandelemente und 4 breite Mauerkanten.
Die beiden Mauerelemente liegen übrigens nicht direkt aneinander, sondern es bleibt ein Spalt von ca. 1 mm übrig. Das Gebäude wird also nur durch die Mittelstreifen zusammengehalten. Links ist das erste Ergebnis zu sehen. Die einzelnen Etagen werden zu einer kompletten Wand zusammen gesetzt. Da das Modell recht hoch wird und so auch ein relativ hohes Gewicht hat, habe ich die Seitenwände an der Rück-seite mit Plastikstreifen verstärkt. Auf dem rechten Bild sind die beiden grauen Teile zu erkennen. Hier kann man auch gut Reste aus der Bastelkiste verbrauchen.
Besonders sollte man dort ein Verbindungsstück aufkleben, wo 4 Wandelemente aneinander stossen. Nach diesem Muster baut man die Wände zusammen. Im Ergebnis hat man dann recht stabile Elemente. Das Bild links zeigt eine der fertigen Seitenwände. Im nächsten Schritt erfolgt dann die farbliche Gestaltung.
Das Bild rechts zeigt den Unterschied. Links das Modul mit Fenstern, wie sie in der Packung sind, rechts ein zur Probe bemaltes Element. Die beiden Farben sind von Tamiya, einem japanischen Hersteller von Modellbausätzen und Zubehör. Der mittelblaue Farbton für die Fenster ist XF18, der Sandsteinton hat die Artikel-Nr. XF-57. Pro Fläschchen mit 23 ml Inhalt habe ich 3,10 € bezahlt. Die Farbe ist in jedem guten Modellbauladen erhältlich. Ich kann mich mit den Farben von Tamiya noch nicht recht anfreunden, da es m.E. recht schlecht deckt. Teilweise mußte ich die Elemente dann doppelt bemalen. Hierzu habe ich übrigens normale Borsten-pinsel benutzt und nicht Sprühdosen, wie z.B. beim Metropolitan Building von Bachmann.
Mittlerweile sind die 4 Wandelemente farblich gestaltet und die Fensterelemente sind eingesetzt. Rechts ist nochmal der Rohbau der Seitenwand zu sehen, Links sieht man die kürzere Rückseite. Hier sind aber noch keine Fensterfolien und Gardinenhintergrund angebracht. Vorher ist noch ein anderer Schritt notwendig...
Das Problem sieht man hier. Trotz des recht dicken Materials und einer ordentlichen Schicht Farbe ist das Polysterol nach wie vor durchscheinend. Und da das Gebäude ja später einmal beleuchtet seien soll, muß es von der Rückseite noch abgedichtet werden. Dazu verwende ich meistens schwarzes Isolierband. Das ist einfach mit der Schere zu verarbeiten, hat aber seinen Preis, ca. 1,50 € pro 10 m Rolle, 15 mm breit. Davon benötigt man etwa 2-3 Stück.
Das Bild rechts zeigt die fertig abgedichteten Seitenwände. Alternativ könnte man auch schwarze Farbe nehmen. Da besteht aber die Gefahr, daß die Farbe in die Rillen, z.B. von den Fensterrahmen läuft und nach außen dringt. Ein weiterer Vorteil des Klebe-bandes ist es, daß das Modell dadurch zusätzliche Stabiltität gewinnt. Das ist besonders interresant und relevant, wenn das Modell öfter transportiert wird, z.B. für Ausstell-ungen. Nach dem Abdichten folgt als nächstes das anbringen von klarer Fensterfolie und Gardinenmasken. Hierzu nutze ich meistens Ausdrücke aus Excel in verschiedenen Grautönen von 15% - 25% sowie weiß. Diese schneidet man etwas größer als die Fenstergrösse und klebt sie auf. Dabei mischt man die Farbtöne etwas, um ein bisschen Abwechslung in die Fassade zu bringen.
Nachdem der Bau 2 Wochen geruht hat, weil mir die Farbe ausgegangen war und erst bei meinem Händler nachbestellt werden musste, konnten jetzt alle Seitenwände von ausssen fertig-gestellt werden. Auf dem linken Bild sieht man eine Stellprobe von zwei Elementen.

Die nächsten Arbeitschritte sind nun das anbringen der Klarsichtfolien hinter den Fensterrahmen und die Verkleidung mit Gardinenfolie wie oben beschrieben. Natürlich werden dann auch noch ein Teil der Fenster abgedunkelt, damit später nicht jedes Fenster beleuchtet ist.

Das Bild rechts zeigt einen grossen Fortschritt. Hier sind alle Fensterfolien und "Gardinen" angebracht und die 4 Elemente sind zu einem Korpus zusammen geklebt worden. Bei dieser Grösse und Gewicht kann ein zusammenkleben nur liegend erfolgen. Dazu legt man ein Seitenteil ebenerdig hin und fügt die anderen zwei Seiten an. Diese werden mit einem Winkeleisen, Geodreieck oder ähnlichem in 90° Winkel gebracht und mit z.B. Kanthölzern, Büchern oder ähnlichem fixiert. Zum Schluss legt man das letzte Seitenteil oben drauf, fertig ist der Korpus! Besonders ist darauf zu achten, daß keines der Wandelemente übersteht, sonst hat man später das schiefe Haus von Pisa auf der Anlage ;-) Bei diesem Modell bringen die beiden Stufen zusätzliche Stabilität sein. Das ganze lässt man dann am besten über Nacht
liegen, damit der Kleber richtig austrocknen kann. Wegen den großen Mengen an Klebstoff bei einem Hochhausmodell, sollte es am besten draußen trocknen, da der verdunstende Kleber doch sehr stinkt. Jetzt fehlt noch das Dach. Ich habe hierfür die mittgelieferte Plastikplatte genutzt. Da diese weiß ist und darum noch abgedunkelt weden musste (siehe oben, sonst scheint bei Beleuchtung Licht durchs Dach), habe ich hierzu schwarzens Isolierband von Tesa genutzt, daß dann gleichzeitig als Teer-pappe herhalten muß. Auf dem linken Bild sieht man schon das unterste Dach, das mittlere ist gerade in Arbeit. Dazu habe ich dünne Streifen (gehört zum Dachpaket) angeklebt, auf der das Dach später aufliegen soll. Dazu dann noch die Brüstung an-
kleben. Wer möchte, kann auf das Dach noch Ventilatoren, Satellitenschüsseln, Antennen, etc. anbringen, diese liegen zum Teil dem Dachpaket bei oder man sucht sich etwas passendes aus der Restekiste. Als letztes folgt nochmal eine Bemalung der Kanten, Brüstung, etc. mit dem richtigen Farbton.

Nachfolgend noch ein paar Bilder des fertigen Gebäudes. Unter Hochhaus findest Du bald auch Nachtbilder von dem beleuchteten Gebäude. Richtig wirken wird es aber erst auf der Anlage, mehr dazu demnächst...

Bis dahin, viel Spaß beim Nachbau :-)

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